Überall auf der Welt folgt der Alltag einem anderen Takt. Und doch gibt es ein Ereignis, das diesen globalen Rhythmus jedes Jahr spürbar beeinflusst: das chinesische Neujahrsfest. Ein kulturelles Ereignis, das weit über Familienfeiern hinausreicht und weltweit Lieferketten beeinflusst. Für Eckert ist das Chinesische Neujahr längst ein fester Bestandteil der Jahresplanung. Das Neujahrsfest in China richtet sich nach dem traditionellen Mondkalender, findet meist zwischen Ende Januar und Mitte Februar statt und dauert bis zu 15 Tage.
Vom Vorbereitungsfieber zum landesweiten Stillstand
Wie bei uns in der Weihnachtszeit beginnt die Vorbereitung auf das neue Jahr schon Wochen vorher. Bevor in China die Neujahrsfeierlichkeiten starten, werden Häuser gründlich gereinigt, rote Dekorationen angebracht und Glücksbanner an die Türen geklebt – Rituale, die symbolisch das alte Jahr abschütteln und Glück einladen sollen. Während Familien putzen, schmücken und planen, läuft die Logistikbranche auf Hochtouren: Unternehmen ziehen ihre Bestellungen vor, Frachtkapazitäten werden knapp, Luftfrachten steigen, und die Exporthäfen in Shanghai oder Hongkong arbeiten am Limit.
Gleichzeitig setzt die Reisewelle ein – Chunyun, die grösste jährliche Menschenmigration der Welt. Während Hunderte Millionen Menschen zu ihren Familien reisen, fehlen in den Städten Arbeitskräfte. Viele Fabriken schliessen schon vor dem Fest.
So wird gefeiert – und warum dann alles pausiert
Am Vorabend versammelt sich die gesamte Familie zum üppigen «Reunion Dinner». Die folgenden Tage gehören Besuchen bei Verwandten und kleinen Ritualen. Typisch ist zum Beispiel das Verschenken roter Umschläge (Hongbao), gefüllt mit Geld für Kinder und junge Erwachsene – ein symbolischer Wunsch für Glück und Wohlstand. Den Abschluss bildet am 15. Tag das Laternenfest. Doch bis dahin steht die Wirtschaft weitgehend still – und das ist weltweit spürbar. Wenn China als einer der wichtigsten Produktionsstandorte pausiert, geraten auch umliegende Länder ins Stocken: Unzählige asiatische Fabriken sind auf chinesische Vorprodukte angewiesen.
Viele Unternehmen im Westen unterschätzen, wie weitreichend diese Abläufe sind. Selbst Firmen, die glauben, nichts aus China zu beziehen, hängen oft indirekt an dort produzierten Komponenten. Was in China geschieht, entscheidet oft auch darüber, wie schnell Produkte in Europa gefertigt, montiert oder geliefert werden können. Damit solche Lieferengpässe nicht zum Risiko werden, müssen Unternehmen rückwärts planen: Die Ware muss vor dem chinesischen Neujahrsfest das Land verlassen. Kommt es in dieser Phase zu unvorhergesehenen Verzögerungen, verlängert sich die Lieferfrist schnell um bis zu zwei Monate.
Versteckte Deadline: Branded Goods und das chinesische Neujahr
Für die Werbeartikelbranche ist das chinesische Neujahr eine harte, nicht verhandelbare Deadline. Viele Sonderanfertigungen brauchen vor Produktionsstart ein physisches Ausführungsmuster, das genäht, gegossen oder montiert wird. Allein dieser Schritt dauert je nach Material bis zu vier Wochen. Muss das Muster angepasst werden, verlängert sich der Prozess.
Erst mit der finalen Freigabe bestellt die Fabrik ihre Rohstoffe – und erst danach beginnen die rund 30 Tage Produktionszeit. Hinzu kommen Logistik, Seefracht, Bahnnachlauf, Verzollung und die Auslieferung an Eckerts Lager in Zürich. Der gesamte Ablauf umfasst acht bis zehn Wochen – weshalb die Freigabe des Musters spätestens acht Wochen vor dem chinesischen Neujahr vorliegen muss. Gerade rund um das chinesische Neujahr zeigt sich, warum Erfahrung, Netzwerk und Verlässlichkeit in der Werbeartikelbranche entscheidend sind.
Selbst wenn das Chinesische Neujahr vorbei ist, läuft nicht sofort alles wieder rund. Häufig vergehen einige Wochen, bis genügend Mitarbeitende zurück sind und die Betriebe ihre Vorkapazitäten erreichen. Erst dann werden Bestellungen wieder regulär abgearbeitet – und das strikt nach dem Prinzip «first in, first out». Wer spät ordert, rutscht automatisch ans Ende der Liste. Nur wer frühzeitig plant, kommt reibungslos durch diese Phase.
Eckert sorgt für Planungssicherheit
Sonderanfertigungen ab Asien können also nicht zu früh bestellt werden. Kunden von Eckert sind hier im Vorteil: Wir koordinieren alles mit Zeitpuffer und reduzieren das Risiko einer Terminverzögerung praktisch auf Null. Wer keinen Platz hat, muss sich nicht um die Lagerung kümmern – Eckert übernimmt das kostenlos für bis zu zwölf Monate und liefert punktgenau an den gewünschten Ort. Sollte ein Termin doch einmal zu knapp werden, kann Eckert schnell reagieren. Wir liefern entweder direkt aus unserem eigenen 800-Paletten-Lager in Zürich oder greifen auf europäische Partner zurück. So gibt es immer eine passende Lösung.